Aktuelle Nachrichten

Verbot für Schlauchbootfahrten in München und dem gesamten Landkreis

Aufgrund der vielen Einsätze am Samstag den 04.07.2020 hat die Stadt München ein Verbot für Boote und Schwimmkörper jeglicher Art erlassen. Da für Freitag und Samstag wieder schwere Gewitter mit Starkregen erwartet werden gilt dieses Verbot weiterhin, denn der Wasserstand kann schnell wieder auf ein gefährliches Maß ansteigen.

Deswegen wurde das Verbot auch ab 11.07.2020 auf den gesamten Landkreis München ausgeweitet.

Treibgut, das im trüben Wasser schlecht zu sehen ist, oder das sich an Brückenpfeilern verkantet ist eine große Gefahr für Bootsbesatzungen, wie auch für Schwimmer. Deswegen warnen wir aktuell ausdrücklich davor, die Isar mit Schlauchbooten zu befahren oder schwimmen zu gehen und vor allem Kinder können die Gefahren schlecht einschätzen.

https://www.muenchen.de/rathaus/Stadtinfos/Presse-Service/Presse-Archiv/2020/Bootsfahren-auf-der-Isar.html?fbclid=IwAR2cMNLcb8F_9CkUGADYnW-igH-Tx09-VyRvtTwWO_QyNOEEJ0xjnzoJZSU

https://www.landkreis-muenchen.de/artikel/ab-samstag-befahren-der-isar-voruebergehend-verboten/

Einsatzreiches Wochenende: Wasserwacht appelliert an Eigenverantwortung

Am letzten Wochenende zeigte der Sommer seine besten Seiten, dies zog viele Münchner*innen an die Seen und die Isar. Für die Wasserwacht des Münchner Roten Kreuzes führte dies zu einem einsatzreichen Wochenende. Die Einsatzkräfte appellieren daher an die Münchner Bürger*innen, auf sich und seine Mitmenschen aufzupassen, die Baderegeln und Verbote zu beachten und Kinder nicht aus den Augen zu lassen.


32
Personen in der Isar in Wassernot


Das der Ausflug auf der Isar keine gute Idee ist, hätten Hobbykapitäne am Samstag anhand der Warnungen der Wasserwacht München-Mitte erkennen können. Der Wasserstand der Isar war stark erhöht, die Bootstour kann somit schnell in Lebensgefahr enden. 32 Personen wurden durch gekenterte Schlauchboote in die Fluten geworfen und mussten aus der Isar gerettet werden. Das bringt nicht nur die Patienten an ihre Grenzen. Die Rettungskräfte eilten von einem Einsatz zum nächsten, der Helikopter suchte mehrfach nach eventuell abgetriebenen Personen, dies alles endet erst weit nach dem regulären Wachdienstende. Die Feuerwehr erwirkte deswegen noch am Samstagabend ein Verbot für das Schlauchbootfahren beim Kreisverwaltungsreferat, das bis auf weiteres noch gültig ist.https://www.muenchen.de/rathaus/Stadtinfos/Presse-Service/Presse-Archiv/2020/Bootsfahren-auf-der-Isar.html


Aber auch wenn die Isar nicht zum Baden einlädt, die Seenlandschaft rund um München lockt mit schönen Liegewiesen und kühlem Wasser. Sieben Wasserwachtstationen befinden sich an den schönsten Seen rund um München und von allen kam die Rückmeldung, dass deutlich mehr Publikumsverkehr als gewöhnlich auf den Liegewiesen zu verzeichnen ist. Dies zeigt sich auch in der Einsatzstatistik vom Wochenende. 28 Erste-Hilfe-Leistungen und vier medizinische Erstversorgungen an den Stationen, das ist die Bilanz vom Wochenende. Schnittverletzungen und Bienenstiche sind hier die meisten Szenarien, Platzwunden, akute Atemnot und abends betrunkene Partygäste zum Glück eher die Ausnahme.

Sonntags wieder drei SEG Einsätze an der Isar


Am Sonntag ging es auch gleich turbulent weiter. Fünf Alarmierungen für die Schnelleinsatzgruppen der Wasserwacht, die zusätzlich zum regulären Wachpersonal im Notfall ausrücken. Die Einsatzorte, öfters an der Isar, wo sich so mancher nicht vom Schlauchbootverbot abhalten ließ. Auch der aufgestellte Außenposten an der Großhesseloher Brücke, der die Bootfahrer zum Aussteigen mahnte, wurde mehrfach ignoriert. Drei weitere Einsätze an der Isar waren die Folge. Zwei junge Männer konnten sich nur noch auf das Wehr an der Großhesseloher Brücke retten und wurden durch Wasserwacht und Feuerwehr ans Ufer zurück gebracht und ein Schwimmer an der Reichenbachbrücke unterschätzte die Strömung und strandete auf einer Insel.


Lebensrettung am Riemer See


Die Seen waren überfüllt wie nie, hier kam es zu einer Vermisstensuche eines 14-jährigen Kindes und einer Lebensrettung am Riemer See. Eine Gruppe junger Leute alarmierte die Wachmannschaft, dass ihr Kamerad in der Nähe des Bootssteges untergegangen sei. Sofort gingen die ersten Taucher ins Wasser und die Schnelleinsatzgruppen wurden alarmiert. Schon 7 Minuten später konnte der Verunfallte aus 4 m Tiefe gerettet und die Herz-Lungen-Wiederbelebung begonnen werden. Nur dem schnellen und reibungslosen Handeln der Wasserwachtler konnte der junge Mann mit eigenem Kreislauf in Begleitung eines Notarztes in eine Münchner Klinik transportiert werden. Ob sich der junge Mann beim Sprung ins Wasser vom Steg verletze und deshalb in Wassernot geriet oder Nichtschwimmer war, ist derzeit noch unklar. Die Wasserwacht München-Riem richtet deswegen einen dringenden Appell an die Besucher: das Springen von den beiden Stegen am Riemer See ist lebensgefährlich! Außerdem sollten Nichtschwimmer dem Wasser fernbleiben.Die Schattenseite zeigt sich noch während der laufenden Reanimation. Zahlreiche Menschen versammeln sich innerhalb kürzester Zeit um die Retter. Die Polizei musste mehrfach gegen Gaffer vorgehen, die Fotos und sogar Videos vom Einsatz machten.


Wasserwacht appelliert an Eigenverantwortung und gibt wichtige Hinweise für alle Badegäste


Unter Aufsicht baden

Kleinkinder sollten am und im Wasser nie aus den Augen gelassen werden. Kinder unterschätzen die Gefahren und können mit ihnen weniger gut umgehen.


Schwimmen lernen

Wer nicht schwimmen kann, sollte nicht weiter als knietief ins Wasser gehen. Schwimmhilfen wie Schwimmflügel sind kein Ersatz für den Schwimmunterricht oder die Badeaufsicht.


Baderegeln beachten

Baderegeln müssen von Jung und Alt eingehalten werden: Niemals allein ins Wasser gehen, sondern mindestens zu zweit. Vorher abkühlen, nie mit vollem Magen oder unter Alkoholeinfluss baden.


In Notfall schnell handeln

Wer eine Person im Wasser sieht, die zu ertrinken droht, sollte laut um Hilfe rufen, die Badeaufsicht informieren und einen Notruf absetzen.

SEG Einsatz an der Reichenbachbrücke

Heute Nachmittag gegen 16:30 Uhr kam ein SEG Einsatz für eine Person, die auf einer Insel festsitzt. Ein Badegast unterschätzte die starke Isarströmung und wurde abgetrieben. Er konnte sich selbständig auf eine Kiesinsel retten, Passanten wählten den Notruf.

Wasserretter der Schnelleinsatzgruppen West und Ost begaben sich durch das Wasser zur Insel und konnten den Mann gesichert ans Ufer zurückbringen und dem Rettungsdienst übergeben.

Wir warnen weiterhin ausdrücklich davor, in der Isar schwimmen zu gehen oder Schlauchboot zu fahren. Derzeit ist die Strömungsgeschwindigkeit immer noch erheblich erhöht und es befindet sich sehr viel Treibgut im Wasser.

11 Schlauchboote in der Isar gekentert – Großeinsätze am laufenden Band

Am 04.07.2020 kam es zu dramatischen Szenen an der Isar. Innerhalb von vier Stunden sind 11 Schlauchboote, mit insgesamt 32 Personen an Bord in der Isar gekentert. Ein Einsatz nach dem anderen, hält die Einsatzkräfte der Wasserwacht des Münchner Roten Kreuzes, Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei auf Trab. Diverse Schlauchbootfahrer, gefangen in der Wasserwalze an der Marienklausenbrücke. Ein Boot wurde gegen verkeilte Baumstämme an der Thalkirchner Brücke getrieben und stark beschädigt. Die Bootsbesatzung wurde mit Hilfe der Wasseracht ans Ufer gebracht. Eine Person wurde gar mit der Seilwinde des Helikopters an der Marienklausenbrücke aus der Wasserwalze gerettet. Nur die wenigsten konnten sich selbst an Land retten.

Die Gefahren der Isar werden regelmäßig unterschätzt. Leichtsinnige Hobbykapitäne ignorieren den erhöhten Wasserstand, obwohl das braune, trübe Wasser alles andere als einladend erscheint. Hauptsache man kann beim Sonnenschein auf die Isar, wer dabei in Gefahr gerät ist zweitrangig. Denn nicht nur die Schlauchbootcrews sind in Gefahr, wenn etwas schief geht, auch für alle Helfer sind dies sehr gefährliche Situationen.

An Wehrkanten bilden sich lebensgefährliche Wasserwalzen, die alles was darin gefangen ist, immer wieder zur Kante zurück spülen. Wie in einer Waschmaschine wird man immer wieder im Kreis und unter Wasser gedrückt und hat kaum eine Chance zu entkommen. Treibgut ist genauso in der Walze gefangen, was die Verletzungsgefahr stark erhöht, ganz zu schweigen, von der Gefahr zu ertrinken. An der Marienklausenbrücke, wie auch am Flaucher befinden sich zwei dieser Wehrkanten, dazu kommt, dass die Floßrutsche durch die Stadt München an der Marienklausenbrücke gesperrt wurde und somit die Schlauchboote an dieser Stelle aus dem Wasser müssten. Am Flaucher ist das Bootfahren ganz verboten, aber auch das hält manche Hobbykapitäne nicht auf und sie fahren die Wasserfälle hinab, in die nächste Wasserwalze.

Eine weitere Gefahr ist Treibgut im Wasser. Dies kann entweder das Boot beschädigen, weil man es im Wasser nicht sieht, andererseits verkeilt es sich an Brückenpfeilern. Ein Boot, das in solch eine Verblockung getrieben wird, wird vom scharfkantigen Holz aufgeschlitzt, die Besatzung eventuell unter das Holz gezogen.

Deswegen erneut der Apell der Wasserwacht des Münchner Roten Kreuzes, bei erhöhtem Wasserstand (das Wasser ist braun und trüb) nicht in die Isar zu gehen. Weder zum Schwimmen noch zum Schlauchbootfahren.

Die Wasserwacht weist eindringlich auf die Gefahr für Kinder hin. Kinder sollen vom Wasser ferngehalten werden, sie unterschätzen die Strömungsgeschwindigkeit und erkennen die Gefahren der Wasserwalzen nicht. An der Marienklausenbrücke springen Kinder gerne vom Rand aus in die Isar, dies ist schon bei leicht erhöhtem Wasser eine große Gefahr für Kinder, die gegen die Wassermassen nicht ankämpfen können.

Band

Großeinsatz: Vermisstensuche am Fasaneriesee

Nach dem Gewitter am heutigen Nachmittag fuhr die DLRG eine Streifenfahrt mit Ihrem Boot, da sie einen allein treibenden Schwimmkörper auf dem Wasser entdeckte. Bei weiterer Erkundung fanden sie auch herrenlose Kleidungsstücke am Ufer, woraufhin um 19:52 Uhr ein Großeinsatz ausgelöst wurde.

Die Kleidungsstücke wiesen auf zwei Personen hin, die abgängig waren. Mit Tauchtrupps, Helikoptern und Wasserrettern wurde der See systematisch abgesucht. Wasserwacht, DLRG, Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst suchten ca. 45 Minuten lang am und unter Wasser, wurden aber leider nicht fündig. Weitere 15 Minuten lang wurde die Suche mit Drohnen und Sonar fortgesetzt, aber auch damit konnte keine Person unter Wasser gesichtet werden.

Deswegen wurde der Einsatz gegen 21 Uhr als ergebnislos beendet. Wir warnen immer wieder davor, Kleidung am See oder der Isar liegen zu lassen. Herrenlose Gegenstände lösen eine riesige Rettungskette aus, von Personen, die eventuell an anderer Stelle dringender benötigt werden.

Bitte nehmt immer all eure Habseligkeiten mit nach Hause, auch wenn euch ein Gewitter überrascht.  

Vermisste Person im Wasser

Am Pfingstsonntag um 16:41 Uhr meldete ein Badegast eine vermisste Schwimmerin. Seine Lebensgefährtin ging vor geraumer Zeit ins Wasser und kam so lange nicht zurück, bis er verunsichert war ob ihr etwas passiert sein könnte.

Deswegen betätigte er kurzerhand die nächste Notrufsäule und informierte die integrierte Leitstelle. Diese löste den Alarm für die Wasserwacht Schnelleinsatzgruppen, sowie für die verschiedenen Hilfsorganisationen aus.

Bei einer vermissten Person braucht man viel Personal, um den See schnellstmöglich auf verschiedene Arten abzusuchen. Ein Helikopter beurteilt die Lage aus der Luft, Boote vom Wasser aus, Wasserretter und Taucher machen sich startklar für die Suche im und unter Wasser.

Die Rettungskette bilden die Wasserwachten, DLRG, Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienste. Alles läuft innerhalb kürzester Zeit Hand in Hand.

Glücklicherweise konnte die vermisste Dame durch die Wasserwacht mit ihrem Einsatzboot 99/1 nach kurzer Zeit im Wasser gefunden werden. Ihr war wohl nicht bewusst, dass sie schon so lang beim Schwimmen war und sich ihr Lebensgefährte Sorgen machte.  Die anrückenden Einsatzkräfte wurden teilweise noch auf Anfahrt wieder abbestellt, die Frau mit einer leichten Unterkühlung bei der Wasserrettungsstation an den Rettungsdienst übergeben. Hier wurde sie mit Spezial-Heizdecken wieder aufgewärmt und musste nicht ins Krankenhaus gebracht werden.

Herrenlose Kleidung am Fasaneriesee löst Großalarm aus

Am 30.05.2020 um 10:37 Uhr wurde der Alarm für die Wasserwacht Schnelleinsatzgruppen West und Ost ausgelöst.

Ein Stapel Kleidungsstücke hat die Polizei aufmerksam werden lassen. Da keine Person gesichtet werden konnte wurde umgehend Großalarm ausgelöst. Wasserwacht, DLRG, Feuerwehr, Polizei und ein Helikopter waren im Einsatz, um die vermeintliche Person im Wasser zu finden.

6 Taucher, mehrere Boote und ein Drohnenteam suchten gemeinsam für eine Stunde den See ab – ohne Erfolg.

Glücklicherweise konnte die Polizei währenddessen, durch einen Passanten, die Inhaberin ermitteln. Die Kleidung blieb nach der gestrigen Party am Seeufer zurück – der Inhaberin geht es gut.

Deshalb appellieren wir erneut daran: Bitte nehmt alle Gegenstände wieder mit nach Hause. Solch ein Einsatz bindet viele Helfer, die eventuell anderorts dringender benötigt werden. Wir nehmen jeden Einsatz ernst und suchen mit allen verfügbaren Mitteln, um einer Person in Not zu helfen.

SEG Alarm durch Baumstamm ausgelöst

Ein im Wasser treibender Baumstamm löste heute am Langwieder See einen SEG Alarm aus. Aus der Ferne wirkte der Stamm, wie eine bewusstlos im Wasser treibende Person. Ein Gast des Restaurants am Langwieder See bemerkte dies, weswegen das Restaurantpersonal die Wasserwacht West alarmierte.

Um 16:48 Uhr wurde der Alarm der Schnelleinsatzgruppen West und Ost, sowie des Einsatzleiters Wasserrettung ausgelöst.

Sofort wurde eine große Suche ausgelöst, mit Hubschraubern, mehreren Booten, Tauchern und Wasserrettern um die vermeintliche Person in Not zu finden. Wasserwacht, DLRG, Feuerwehr und Rettungsdienst arbeiteten Hand in Hand und suchten den See in der Nähe des Biergartens unter Wasser ab, ein Bootstrupp befragte Passanten und Badegäste, ob sie etwas Entsprechendes bemerkt hätten.

Eine Bootsmannschafft fand schlussendlich den Baum, der Melder konnte bestätigen, dass er dies gesehen hat. Glücklicherweise Einsatzende für alle teilnehmenden Einsatzkräfte und keine Person in Gefahr.

Vermisstes Kind – Einsatz für die SEG’n Ost und West

Heute Nachmittag um 17:20 wurde der Alarm für die Schnelleinsatzgruppen ausgelöst.

Kinder haben bei der Wasserwacht Station München Riem ihre Freunde als vermisst gemeldet. Zwei Kinder mit acht und neun Jahren waren nicht zum Treffpunkt zurückgekehrt. Sofort wurde von der Wachcrew Alarm bei der Leitstelle ausgelöst und mit der Suche begonnen.

Die Kinder zeigten eine Stelle, an der sie die Freunde das letzte Mal im See sahen. Die Wasserwachtler setzten für den angeforderten Helikopter eine Boje ins Wasser. Diese Boje dient für die Helikopterbesatzung als Markierung, damit sie die Stelle aus der Luft absuchen können.

Innerhalb von 7 Minuten kommt die erlösende Nachricht über Funk: Die Kinder wurden an Land gefunden, die Bestätigung durch die Eltern steht noch aus. Aber auch hier kommt nach ein paar Minuten die Durchsage: „Einsatzende, die Kinder sind wohlbehalten aufgefunden worden und sie wurden durch die Eltern bestätigt.“

Glücklicherweise ging dieser Einsatz gut aus und alle Einsatzkräfte konnten wieder abfahren.

Bitte achtet immer gut auf Eure Kinder am und im Wasser! Lasst sie nie aus den Augen, denn eine kurze Unaufmerksamkeit reicht aus, wenn ein Kind unter geht.

Wir danken allen Einsatzkräften (Wasserwacht, Feuerwehr, DRLG, Polizei und Rettungsdienst).

Wachdienst 2020

Ob zum sportlichen Schwimmen oder nur zum Füße kühlen, die Seen und die Isar locken jedes Jahr viele Erholungssuchende an ihre Ufer. Nun wurden die Ausgangsbeschränkungen gelockert und viele Familien werden vermutlich diesen Sommer keine große Reise unternehmen können. Deswegen rechnet die Münchner Wasserwacht mit einem wesentlich erhöhten Besucheraufkommen an den Gewässern in und um unsere schöne Stadt.

Auf die ehrenamtlichen Helfer kommt eine besondere Heraus-forderung zu, denn die Sicherheit der Patienten und der Mitglieder der Wasserwacht hat oberste Priorität. Den besten Schutz bieten hierbei die Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln, soweit dies möglich ist.

Die ersten vorbereitenden Maßnahmen wurden schon in den letzten Wochen kontinuierlich umgesetzt: Die Schulung des Personals zum Thema Hygiene- und Gesundheitsprävention. Die Helfer absolvierten Online-Schulungen und besuchten, in Kleinstgruppen, die angebotenen Präsenzschulungen, um mit Infektionsschutz-kleidung richtig umzugehen.

Es gibt viele verschiedene Einsatzszenarien, die an einer Wasserwachtstation auftreten können. Manche Patienten kommen selbständig an die Station, benötigen ein Pflaster, weil sie sich geschnitten haben oder ein CoolPack für einen Wespenstich. Ein aufgeschürftes Knie nach einem Fahrradsturz benötigt eine fachgerechte Wundversorgung oder das Personal wird zu einem Notfall am Wasser gerufen, um einen vermissten Schwimmer oder ein Kind zu suchen. Viele verschiedene Situationen mit direktem Patientenkontakt.

Deswegen müssen hierbei besondere Verhaltensregeln aufgestellt und befolgt werden, um den Wachdienst 2020 durchführbar und möglichst sicher zu gestalten.

  • An jeder Station wurden Informationsschilder, sowie eine Funkklingel angebracht. Hier soll der Patient klingeln und wird von einem Helfer in Empfang genommen.
  • Jeder Patient bekommt eine Mund-Nasen-Schutzmaske (soweit möglich) und muss sich die Hände desinfizieren.
  • Die Helfer werden bei jedem Aufenthalt in der Station, wie auch bei jeglichem Patientenkontakt Mund-Nasen-Schutzmasken tragen.
  • Während einer Streife durch das Wachgebiet werden alle Abstandsregeln eingehalten wie auch ein Mund-Nasen-Schutz getragen.
  • Regelmäßige Hände- und Flächendesinfektion ist obligatorisch.
  • Die Stärke der Wachmannschaft ist stark reduziert, und wird einsatztaktisch nach Besucheraufkommen festgelegt.
  • Mitglieder, die zur Risikogruppe zählen, sollen nicht in Patienten Kontakt kommen.

Deswegen ist es diesen Sommer noch wichtiger, sich an die Baderegeln zu halten, um Unfälle und Einsätze weitestgehend zu vermeiden. So schützt man sich nicht nur selbst, sondern minimiert auch das Ansteckungsrisiko für die Helfer.

Trotz dieser herausfordernden Zeit freuen sich die Wasserwachtler auf den Sommer und eine schöne Zeit an ihren Wachstationen. Sie wünschen allen Münchnern: „bleibt gesund und passt auf euch auf.“