Am Montag, den 05.07.2021 übten die Land- und Wasserrettungseinheiten der Stadt und des Landkreises München eine gemeinsame Wasserrettung am Unterschleißheimer See.

Als Hintergrund diente eine fiktive Geschichte über ein Pärchen, dass am See verunglückte.

Joggerin stürzt in Kanal

Eine Joggerin sah eine Person im Wasser untergehen. Sie wollte zur Wasserwachtstation rennen um Hilfe anzufordern, stolperte aber und stürzte dabei in einen Kanal. Zwei weitere Passanten bemerkten den Unfall, eilten ihr zur Hilfe und verständigten die Rettungskräfte.

Die Wasserwacht schickte umgehend zwei Sanitäter und das Rettungsboot zur Erstversorgung, wobei herauskam, warum die Joggerin überhaupt gestürzt ist. Sie berichtete, dass sie eine Person, die untergegangen ist.

Sofort wurden weitere Einsatzkräfte über die „Übungsleitstelle“ alarmiert. Die angeforderten Einheiten wurden schon vor der Übung an einem Bereitstellungsraum formiert um dann, mit zeitlicher Verzögerung wie bei einem Realeinsatz, zu den Einsatzstellen anzufahren.

Vermisstensuche im Wasser

Mit jeder ankommenden Einheit, kamen weiter Funktionen hinzu. Rettungstaucher begannen mit einer „Stöbersuche“ und wurden an Schleppstangen mit den Booten durch das Wasser gezogen, Wasserretter auf Stand Up Paddles ergänzten die Suche im dem, Drohnen, teils ausgestattet mit Wärmebildkameras, nahmen erste Aufnahmen aus der Luft auf. 

Leblose Person im Wald

Über eine an der Übung beteiligte Polizeistreife erreichte die Einsatzleitung eine Meldung, dass eine zweite Person vermisst werde und vermutlich im Wald zu finden sei. Mit Hilfe von Fußtrupps und der Drohne konnte diese im Wald gefunden werden – leblos. In dieser Übung zum Glück nur eine Übungspuppe, die sogleich reanimiert wurde.

Während der laufenden Reanimation im Wald, wurde die Joggerin mit dem Rettungswagen abtransportiert und die initial im Wasser vermisste Person gefunden. Auch diese Puppe wurde an Land gebracht und reanimiert.

Übungsende

Bei der Nachbesprechung und einer kleinen Verpflegung der Einsatzkräfte konnten verschiedene Blickwinkel betrachtet werden. Dies hilft, bei Realeinsätzen schneller, präziser und effektiver zu handeln und die Zusammenarbeit zwischen den Verschiedenen Organisationen und deren Einsatzleiter zu stärken.

Folgende Einheiten waren beteiligt:

Wasserwacht Lohhof, Wasserwacht München, Wasserwacht Feldkirchen, Wasserwacht Unterföhring, Wasserwacht Langwied, Feuerwehr Unterschleißheim, Feuerwehr München (Feuerwache 6 – Pasing), Kreisbrandinspektion, DLRG München Mitte, BRK Bereitschaft Unterschleißheim, Polizeiinspektion Oberschleißheim

Bei Fragen stehen Michael Welzel, Vorsitzender der Kreiswasserwacht München und ich Ihnen jederzeit zur Verfügung.