Skip to main content
  • Mit Sicherheit am Wasser

    Wasserwacht München

  • Mit Sicherheit am Wasser

    Wasserwacht München

  • Mit Sicherheit am Wasser

    Wasserwacht München

  • Mit Sicherheit am Wasser

    Wasserwacht München

Autor: Daniela Haupt

Großübung der Münchener Wasserwacht und Bergwacht

Erfolgreiche Großübung von Wasserwacht und Bergwacht des Münchner Roten Kreuzes als Vorbereitung auf Hochwassereinsätze. Intensive 24 Stunden Übung mit rund 100 ehrenamtlichen Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Landkreis München simulierte den Einsatz.

Vom 4. bis 5. Mai 2024 veranstaltete die Kreiswasserwacht München zusammen mit der Bergwacht München eine groß angelegte Hochwasserübung im Bereich der Langwieder Seenkette sowie am Riemer See. Insgesamt beteiligten sich rund 100 Mitglieder der Ortsgruppen Feldmoching, Lohhof, München Mitte, Riem, Unterföhring und Unterhaching sowie der Bergwachten München an der intensiven 24 Stunden dauernden Übung.

„Das vorrangige Ziel dieser Übung war es, den Ablauf eines gemeinschaftsübergreifenden Einsatzes des Hochwasserrettungszuges realitätsnah nachzustellen“, erklärt Rudolf Brettner, technischer Leiter der Kreiswasserwacht des Münchner Roten Kreuzes und Fachberater Hochwasserschutz. „Bei dem 24-Stunden-Szenario wollten wir ganz bewusst die Dauer, die ein Einsatz wegen Hochwasser mit sich bringt, simulieren. Aber auch die enge Zusammenarbeit mit der Bergwacht ist in derartigen Einsätzen wichtig, was die vergangenen Hochwasserereignisse zeigten“, ergänzt Johann Penn stellv. Technischer Leiter der Kreiswasserwacht München und Fachberater Hochwasserschutz.

Die beteiligten Ortsgruppen der Wasserwacht und der Bergwacht erhielten einen Tag vor Übungsbeginn folgende Alarmierung:

“Die langanhaltenden Niederschläge der letzten Tage führten zum Anstieg der Flusspegel in gesamt Bayern. Im Bereich Langwied ist ein Bach über seine Ufer getreten. Die Bereiche zwischen BAB 8 und BAB 99 sind zum Teil großflächig überschwemmt. In diesem Bereich befinden sich einzelne Privatanwesen, Gaststätten und Gewerbebetriebe sowie verschiedene Freizeiteinrichtungen, welche nunmehr von der Infrastruktur abgeschnitten wurden.”

Ab Samstagvormittag startete die Übung, bei der die Einsatzkräfte ein Dutzend verschiedener Szenarien, die in einem Hochwassereinsatz auf sie zukommen können, bewältigen mussten. So waren beispielsweise mehrere Kinder und Jugendliche, teilweise mit körperlicher Einschränkung auf einem Campingplatz vom Hochwasser überrascht worden und mussten in den Nachtstunden als groß angelegte Evakuierungsmaßnahme gerettet werden. An anderer Stelle waren Personen auf ein Hausdach geflüchtet, die ebenfalls mit den Rettungsbooten, sowie den Luftrettern der Bergwacht an Land gebracht werden mussten. Auch für die Bergwacht war jede Menge zu tun. So wurde die Drohnengruppe der Bergwacht zusammen mit der Drohnengruppe der Wasserwacht zu einer Vermisstensuche am Riemer See alarmiert. Personen, welche sich in einer Baumgruppe aus dem Hochwasser retteten, mussten mit einem Helikopter evakuiert werden.

Realitätsnahe Szenarien und stressige Herausforderungen

Eine Besonderheit der Übung war auch die zeitliche Komponente. So erfolgte die 24 Stunden mit nur wenig Ruhephasen für die Einsatzkräfte. Die Einheiten mussten über den gesamten Nachmittag und der darauffolgenden Nacht sowie den Morgenstunden die stets aufeinanderfolgenden Einsatzszenarien konzentriert abarbeiten. Dies führt bei den Einsatzkräften zwangsläufig zu Stresssituationen, die auch ein Übungsziel war.

Die Menschen, die auf Hilfe der Wasserretter hofften, wurden vorwiegend von den Jugend- und Erwachsenenmitgliedern der beteiligten Ortsgruppen gespielt. Diese Mimen machten durch ihr schauspielerisches Talent und einer unfallrealistischen Schminke den Rettungskräften die Arbeit teilweise nicht einfach.

Hervorragende, organisationsübergreifende Zusammenarbeit

„Derartige Großübungen, bei denen verschiedenen Ortsgruppen, die ansonsten nicht zusammenarbeiten, beteiligt sind, sind für die Einsatzkräfte enorm wichtig. Bei dieser Hochwasserübung hat sich erneut herausgestellt, dass unsere Mitglieder flexibel genug sind, um auch Einsätze, die nicht zum üblichen Tagesablauf einer Wasserwachtstation gehören, gemeinsam zu meistern“, ziehen Rudolf Brettner und Johann Penn eine positive Bilanz des Übungsverlaufes. Gerade die starken Hochwasserereignisse im Winter 2023/24 zeigen, wie wichtig die Vorbereitung auf derartige Einsatzszenarien ist.

Neben der Wasserwacht und Bergwacht München waren weitere Beteiligte die Hubschrauberstaffel,der Verpflegungszug der BRK-Bereitschaft Deisenhofen, die Technikabteilung des BRK München.

Social Day – Telefonica Deutschland Volunteers

Telefónica Deutschland bietet seinen Mitarbeitern eine Plattform, auf der diese das ganze Jahr über Projekte und Initiativen finden, die sie mit ihrer Zeit, ihrer Arbeitskraft, ihrem Fachwissen und ihrer Erfahrung unterstützen können.

Weiterlesen

Tödlicher Badeunfall am Unterschleißheimer See

Am Pfingstmontag, den 29.05.2023, kam es abends am Unterschleißheimer See zu einem tragischen Badeunfall. Ein Vater meldete um 19:45 Uhr, über einen Notruf, seinen 23-jährigen Sohn am See als vermisst.

Weiterlesen

SEG München-West unterstützt in Karlsfeld (Lkr. Dachau)

Am Donnerstag, den 5. Januar 2023 wurden die ehrenamtlichen Mitglieder*innen der Schnelleinsatzgruppe „Wasserrettung“ vom Standort München-West um exakt 14:03 Uhr in den angrenzenden Landkreis Dachau alarmiert. Konkret ging es zu einem Abschnitt der Würm im Ortsbereich Karlsfeld.

Weiterlesen

Helfernetz Bayern

Tue mehr als deine Pflicht! Finde dein Ehrenamt im Bevölkerungsschutz und unterstütze mit deinem Engagement die Hilfsorganisationen in Bayern. #MehrAlsPflicht

Weiterlesen

Jahresrückblick 2022

Wie packt man 4,2 Jahre in 9 Monate?

36.707 Stunden leisteten die 750 ehrenamtlichen Helfer der Wasserwacht des Münchner Roten Kreuzes dieses Jahr bisher im Dienst der Gesellschaft. Dies entspricht umgerechnet 4,2 Jahren. Dabei retteten sie zwei Leben, suchten nach 23 Vermissten und leisteten 700 Mal Hilfe.

Von Januar bis Ende September 2022 wurden Wachdienste an den Seen in Stadt und Landkreis München, der Isar oder im Freibad, Absicherungen von Sportveranstaltungen, Renovierungsarbeiten an den Stationen, Jugendgruppenstunden, Großübungen und Training und vieles mehr von den Ehrenamtlichen übernommen. Fragt man Mitglieder der Wasserwacht München, warum sie so viel Freizeit für die Wasserwacht opfern, bekommt man meist ähnliche Antworten: „Weil ich gerne eine sinnvolle Beschäftigung in meiner Freizeit ausübe.“ „Die Kameradschaft ist einmalig in der Wasserwacht. Ich habe hier viele Freunde gefunden.“ „Ich habe einen schönen Ausgleich zu meinem Beruf und kann etwas Gutes dabei bewirken.“

Zwei Lebensrettungen im Sommer 2022

Zwei Mal konnten die Helfer der Wasserwacht dieses Jahr am Riemer See Leben retten. Im August konnte ein 25-jähriger Mann gerettet werden, dem beim Schwimmen im See die Kraft ausging und im Juli wurde ein 43-jähriger Mann aus dem Wasser gerettet und erfolgreich reanimiert.

23 Vermisstensuchen nach Kindern sowie Eltern

Nach Kindern, Eltern, Freunden oder Angehörigen suchten die Helfer der Wasserwacht diesen Sommer 23 Mal.

Die Auslöser der Suche konnten unterschiedlicher nicht sein. Sei es ein weinendes Kind, das allein am Wasser die Aufmerksamkeit des Wachpersonals auf sich zog oder eine Mutter, die alarmierte, weil sie ihr Kind am vollen Badestrand aus den Augen verloren hat. Auch Angehörige oder Freunde kamen oft an die Station und melden, dass ein Badegast eine sehr lange Zeit im Wasser sei und sie sich sorgten. Auch herrenlose Kleidung löste teilweise einen Alarm aus. Vor allem wenn die Kleidung spät abends noch am Seeufer liegen blieb, aber kein Schwimmer in Sicht war.

Jede dieser Alarmierungen wird sehr ernst genommen, denn ein Unglück kann nie ausgeschlossen werden. Deswegen wird in diesen Fällen sofort ein Großalarm ausgelöst, um die vermisste Person schnellstmöglich zu finden.

Glücklicherweise können die meisten Suchen innerhalb kurzer Suche erfolgreich beendet werden, weil die Personen wohlauf gefunden werden.

25 Einsätze der Schnelleinsatzgruppen

25-mal mussten die Schnelleinsatzgruppen der Wasserwacht des Münchner Roten Kreuzes in der Stadt und im Landkreis München 2022 ausrücken.

Die Schnelleinsatzgruppen der Wasserwacht sind 24/7 im Dienst. Bei einer Alarmierung, ob Tag oder Nacht, lassen die ehrenamtlichen Helfer alles stehen und liegen und fahren mit dem Wassernotfahrzeug an die Einsatzstelle.

Vermisstensuchen sind die häufigste Alarmierung, auch bei Lebensrettungen oder anderen großangelegten Einsätzen am oder im Wasser werden die zusätzlichen Kräfte alarmiert.

Rund 700 Erste-Hilfe-Leistungen

Die Wasserretter leisteten in der Wachsaison 2022 700 Mal Erste Hilfe: Eine zerbrochene Glasflasche im Wasser führte zur Schnittverletzung im Fuß. Ein Radfahrer stürzte auf dem Mountainbike Trail an der Isar oder Sonnenstiche durch zu viel Sonne erforderten die Hilfe der Ehrenamtlichen. 134 Bootseinsätze und 29 Taucheinsätze waren 2022 notwendig.

Die Erste-Hilfe-Leistungen der Helfer im Wachdienst sind vielfältig. Deswegen haben alle Helfer eine medizinische Grundausbildung absolviert, um im Notfall kompetent zu reagieren.

Wachdienst an 10 Stationen

In den Sommermonaten von Mai bis September sind die 10 Wasserwachten der Münchner Ortsgruppen, bei Badewetter, samstags, sonntags und an Feiertagen tagsüber ehrenamtlich besetzt. Die Wasserwachtstationen der Wasserwacht des Münchner Roten Kreuzes befinden sich in Feldkirchen (Heimstettner See), Lerchenau (Lerchenauer See), Lohhof (Unterschleißheimer See), München-Mitte (Marienklause / Flaucher), München-Nord (Feldmochinger See), München-Riem (Riemer See), München-West (Langwieder Seenplatte), Unterföhring (Feringasee), Unterhaching (Freibad)

Umfangreiches ehrenamtliches Engagement der Wasserwacht

Neben den regulären Wachdiensten engagierten sich die ehrenamtlichen Helfer der Wasserwacht des Münchner Roten Kreuzes auch, um die Schwimmfähigkeit der Bevölkerung zu erhöhen – mit Schwimmschulen, Informationsständen, Schwimmkursen für Kinder. Umweltschutz ist ebenfalls ein wichtiges Thema für die Wasserretter, so organisieren sie zwei Mal im Jahr eine große Seereinigung. Dazu kommen Einsätze im Rahmen des Katastrophenschutzes. Dieses Jahr unterstützte die Wasserwacht auch bei der Errichtung von Notunterkünften für geflüchtete Menschen aus der Ukraine. Darüber hinaus war die Wasserwacht 2022 bei zahlreichen Sanitätsdiensten wie dem Outdoorsportfestival in München, den European Championships, dem Sommernachtstraum 2022, dem Münchner Kanuslalom, 50 Jahre Olympia Kiel aktiv.

Outdoorsportfestival 2022

Am Sonntag war der komplette Olympiapark eine riesige Outdoorsport-Location. Unsere ehrenamtlichen Kräfte waren bei dem großen Outdoorsportfestival vor Ort, um im Notfall zu helfen.

50 verschieden Sportarten konnten die Besucher*innen ausprobieren – und ihr Erste-Hilfe-Wissen auffrischen. Wir waren mit einem Infostand dabei und hatten eine Übungspuppe und Defi im Gepäck.

+++Praxis Test Unterwasser Scanner+++

Am 18. 09.2022 testeten die Führungskräfte der DLRG München Mitte, sowie der Kreiswasserwacht München einen neu entwickelten Unterwasserscanners.

Einweisung durch den Hersteller

Der kanadische Hersteller VodaSafe stellte sein Gerät AquaEye® in einer kurzen Theorie- und Praxiseinweisung vor. Dieser Scanner erkennt mittelst fortschrittlicher Sonar-Technologie menschliche Körper unter Wasser, auch wenn für das menschliche Auge die Sicht zu schlecht ist. Die „Onebutton“ Bedienung erleichterte den Einsatz des Gerätes und ermöglicht den Rettungskräften sich am Einsatzort schnell einen klaren Überblick zu verschaffen und die untergegangene Person schnell zu orten. Laut Hersteller kann mit Hilfe des wasserdichten Gerätes ein Radius von bis zu 50 Meter Entfernung und 5m Tiefe in einem Durchgang abgesucht werden.

Praxistest im Fasaneriesee

Nach der Einführung konnte das Sonar direkt im Fasaneriesee getestet werden. Mehrere Szenarien, wie schwebende Person kurz unterhalb der Wasseroberfläche, wie auch liegend auf Grund, wurden dargestellt. Hierbei wurden keine Taucher eingesetzt, um möglichst realistische Bedingungen zu simulieren.

Fazit

Gerade für die Erstphase bei einer Personensuche ergibt sich hieraus ein nicht zu unterschätzender deutlicher Vorteil. Vermisste oder auch untergegangene Personen werden im Wasser grob lokalisier und so können weitere Einsatzkräfte gezielt zur Suche eingesetzt werden.

Die Kreiswasserwacht München hat sich das Ziel gesetzt, besonders kleinere Stationen mit solchen Geräten in der nächsten Zeit auszustatten.

Wir bedanken uns bei der DLRG München für die Organisation des Praxistests.