Einsatz für „K11 – Die neuen Fälle“ am Feringasee

Der Kampf gegen das Verbrechen führt die Kommissare von K11 an den Badesee im Landkreis München. Wir wollen an dieser Stelle nicht zu viel verraten, aber es geht in dem Fall um das mysteriöse Ableben einer Meerjungfrau. Ein natürlicher Tod? Um das zu klären, müsst ihr euch die Folge im Fernsehen anschauen. Wir sind auch schon sehr gespannt. Sobald wir einen genauen Sendetermin haben, schreiben wir euch gleich!

Teile der Folge wurden mit Unterstützung der Wasserwacht München am Feringasee gedreht. Allerdings sind die Wasserwachtler, die in der Krimiserie zu sehen sein werden, Schauspieler und keine Mitglieder von uns.

Übung der SEG München-West

Nachdem die Inzidenzen es aktuell wieder ermöglichen, konnte die SEG-West seit über einem Jahr am Pfingstsonntag endlich wieder eine größere Übung durchführen. Unter strengen Hygienemaßnahmen wurde die Suche mittels Rettungstaucher nach einer vermissten Person trainiert. Alle Teilnehmer der Wasserwacht sind hierbei entweder geimpft oder getestet.

Dabei wurde der Taucher erstmals, mit dem neu am Lußsee stationierten Bugklappen-Motor-Rettungsboot, mittels eines sogenannten Subwing™ gezogen. Dieses ist ein Unterwasserflügel, an welchem der Taucher sich festhält. So kann er leichter den Grundkonturen folgen und somit effizienter große Bereiche nach Vermissten absuchen.

Außerdem wurde die Funkkommunikation an der Einsatzstelle, sowie das Anfahren eines Schlauchbootes an ein anderes fahrendes Boot trainiert.

Mittels der Kameradrohne wurde außerdem das Suchen einer Person mit Wärmebildkamera geübt.

Vorstellung der neuen Vorstandschaft

Wir gratulieren den neu gewählten und bestätigten Mitgliedern des Kreiswasserwacht-Vorstandes und wünschen viel Erfolg für die zukünftigen Aufgaben 😃

Ein herzliches Dankeschön an das Team, dass sie ehrenamtlich diese verantwortungsvollen Posten übernehmen!

Kuschelkissen für die Wasserwacht

Am Samstag, den 27.03.2021, erhielt die Wasserwacht eine besondere Spende von dem Verein PädCare e.V.

540 Kuschelkissen wurden an die Kreiswasserwacht München gespendet und entsprechend an die Ortsgruppen ausgegeben. „Dank der großzügigen Spende für unsere Münchner Wasserwachten, können sich unsere kleinen Patienten an den Münchner Seen ab jetzt auf einen tollen Trostspender freuen. Das wird auch die Behandlung der Kinder für unsere Wasserretter einfacher machen.“ Mit diesen Worten dankte Michael Welzel, der Vorsitzende der Kreiswasserwacht München, Kevin Hartung von PädCare e.V. Mit Elsa, Anna, Sven und Olaf, aus dem beliebten Disneyfilm „Die Eiskönigin“ hoffen wir, so manche Kinderträne zu trocknen und die Scheu vor den Helfern zu nehmen.

Mit den Zielen „Mut machen“, „Trost spenden“ und „Freude machen“ wurde der gemeinnützige Verein PädCare e.V. 2020 gegründet. Seitdem versorgt er verschiedene Kliniken und Organisationen mit Kuscheltieren um Kinder bei medizinischer Versorgung/stationärer Behandlung

aufzumuntern.

Wasserwacht Wahlen – außergewöhnliche Zeiten – kreative Konzepte

Alle vier Jahre werden in den fünf Gemeinschaften des Roten Kreuzes die ehrenamtlichen Vorstände neu gewählt. Deswegen fanden im Januar die Wahlen der neun Wasserwacht Ortsgruppen in München statt. Die Vorstandschaft besteht in der Regel aus Vorsitzenden, Technischen Leitern, dem Kassier und der Jugendleitung, die in ihren verschiedenen Funktionen die Gruppe leiten und führen.

Corona hat uns seit Beginn der Pandemie vor vielfältige Herausforderungen gestellt. Arbeitsabläufe und gemeinschaftliche Tätigkeiten mussten neu definiert, sowie kreative Lösungen und Herangehensweisen gefunden werden. Darum musste auch die Vorgehensweise der Präsenzwahl, die in der Ordnung der Wasserwacht vorgeschrieben ist, neu überdacht werden, um die Sicherheit der Mitglieder zu gewährleisten.

Unterschiedliche Hygienekonzepte

Es gab Wahlen, bei denen die Kandidaten mittels eines Wahlvorbereitungsausschusses den Mitliedern online vorgestellt wurden und Wahlen, bei denen die Kandidaten am Tag der Wahl auf Zuruf aufgestellt wurden.

Egal wie die Kandidaten aufgestellt wurden, beim Gang zur Wahlurne mussten die vordefinierten Hygienevorgaben exakt eingehalten werden, um eine Ansteckung oder Verbreitung des Corona-Virus vorzubeugen. Es wurden daher unterschiedliche Hygienekonzepte erarbeitet, die sich an den Gruppengrößen und den örtlichen Gegebenheiten orientierten.

Kreative Wahlverfahren

Ortsgruppen mit relativ wenigen Mitgliedern führten die Wahlen im Freien und mit vorgegebenen Mindestabständen zwischen den Mitliedern durch. Bei größeren Gruppen wurden teilweise Zeitslots und feste Gruppen eingeteilt, um ihre Wahlscheine abzugeben. Um direkte Kontakte zu vermeiden, führten zwei Ortsgruppen eine Drive-Through-Wahl durch, bei der die ehrenamtlichen Helfer ihren Wahlschein aus dem Auto heraus abgeben konnten. Auch eine digitale Lösung konnte die Präsenzwahl unterstützen, mittels eines TED-Systems. Die Mitglieder wurden auf verschiedene Räume aufgeteilt und konnten mit einzeln zugeteilten Abstimmgeräten die Wahl per Videoschalte auf einer Power Point Präsentation verfolgen. In jedem dieser Räume wurde ein Wahlhelfer benannt, der die ordentliche Durchführung der Wahl festgestellt hat.

Hygienevorgaben

Alle Wahlen hatten eines gemeinsam – das Tragen von FFP2 Masken, Mindestabstand, weit geöffnete Fenster bei Indoor-Wahlen, Abstand zwischen den Mitgliedern und möglichst kurze Aufenthaltszeit waren Grundbestandteile aller Konzepte und es lag eine Genehmigung des Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege vor.

Wir bedanken uns bei allen aufgestellten Kandidaten, die sich für die unterschiedlichen Ämter zu Verfügung gestellt haben und gratulieren allen gewählten Mitgliedern und wünschen Ihnen viel Erfolg in ihrer neuen Position. 

Eisrettungsübung am Langwieder See

Das betreten der Eisflächen in und um München ist immer noch sehr gefährlich. Das Eis ist zu dünn und die Gefahr des Einbruchs ist extrem hoch.

Deswegen übte die Wasserwacht München-West gestern, am 23.01.2021, unter strengen Hygieneregeln die Rettung aus dem Eis, sowie das Eistauchen. Nur so können sie im Notfall schnellstmöglich Hilfe leisten.

Sobald der Notruf über eine Person im Eis eingeht, muss es schnell gehen. Die Temperatur des Verunfallten sinkt schnell rapide ab und er kann innerhalb kürzerster Zeit das Bewusstsein verlieren.

Zur Rettung wird ein Eisrettungsschlitten verwendet. Seine breite Fläche verhindert ein weiteres Einbrechen ins Eis und schützt so Helfer und Patient. Am Eisloch angekommen wird die Person im Wasser mit Nylon-Gurten gesichert und auf den Schlitten gezogen. Sobald er gesichert ist, ziehen die Helfer an Land den Schlitten zurück ans Ufer und der Patient wird versorgt und an den Rettungsdienst übergeben.

Doch auch das Eistauchen muss regelmäßig geübt werden, damit der Taucher einen Patienten aus dem Wasser retten kann, der unter die Eisfläche gerät. Der Einsatztaucher ist während seines Tauchgangs kontinuierlich an einem Seil gesichert und hat die ganze Zeit eine Sprechfunkverbindung zu seinem Leinenführer.

Aus Gründen der Lesbarkeit wurde im Text die männliche Form gewählt, nichts desto trotz beziehen sich die Angaben auf Angehörige beider Geschlechter. Bei der Wasserwacht haben wir glücklicherweise viele Frauen und Männer, die diese schwierigen und zeitintensiven Ausbildungen absolvieren.

Bildrechte: Michael Guess https://www.mitch.photography/

Eisflächen sind nicht tragfähig: es herrscht Lebensgefahr

Die kalten Temperaturen der vergangenen Tage haben dazu geführt, dass sich auf einigen Seen in Bayern eine Eisschicht gebildet hat. Doch vielerorts sind die Eisflächen noch nicht tragfähig. Das heißt die Eisdecke ist zu dünn und es besteht Lebensgefahr. Aufgrund der niedrigen Wassertemperaturen verliert ein ins Eis eingebrochener Mensch innerhalb kurzer Zeit das Bewusstsein und läuft Gefahr zu ertrinken.

Warnung: Eisflächen nicht betreten!

Im Notfall Hilfe unter der Nummer 112 anrufen!

Die Wasserwacht-Bayern rät dringend folgende Regeln für den Ernstfall zu beachten:

-> Laut um Hilfe rufen.
-> In jedem Fall vermeiden, dass man unter das Eis gerät.
-> So wenig wie möglich bewegen, um möglichst wenig Körpertemperatur zu verlieren.
-> Sofort Hilfe holen über die Notrufnummern 112.
-> Die eingebrochene Person beruhigen.
-> Nur mit Hilfe von Hilfsmitteln wie Rettungsring, Leitern (teilweise an Seen am Uferbereich vorhanden), Ästen, Abschleppseil oder ähnliche Gegenstände, die zur Verfügung stehen, die eingebrochene Person absichern.
-> Nur ans eisige Wasser gehen, wenn sie selbst über eine dritte Person mit einem Seil gesichert sind.
-> Den Verunfallten an Land bringen, in der stabilen Seitenlage lagern und vor Kälte schützen, bis der herbeigerufene Rettungsdienst eintrifft.

Rund um die Uhr für Euch im Einsatz

Die ehrenamtlichen Wasserretter und die Schnelleinsatzgruppen der Wasserwacht-Bayern sind rund um die Uhr für Notfälle auf dem Wasser und die Eisrettung mit Wasserrettern und Einsatztauchern einsatzbereit.

Beni’s Weihnachtsüberraschung

Wir bedanken und ganz herzlich bei Levi für den Vorschlag, bei Benedikt Weber und seinem Team für diese tolle Überraschung und bei Andrea Schirmaier-Huber für den tollen Kuchen.Wir hoffen, wir können mit diesem Beitrag viele weitere Menschen dazu animieren, sich ehrenamtlich in der Wasserwacht zu engagieren.

Hier könnt ihr euch das Video dazu ansehen:

https://fb.watch/2wHXpDf9Ih/

Alarmierung der Wasserwacht Schnelleinsatzgruppen zum Riemer See

Untypische Wasserbewegungen auf dem Riemer See haben heute drei Mädchen dazu gebracht, einen Notruf abzusetzen. Dies könnte eine Person in Not gewesen sein, weswegen die Schnelleinsatzgruppen der Wasserwacht München, gemeinsam mit der Feuerwehr, der DRLG und dem Rettungsdienst eine großangelegte Suche durchgeführt haben.

Mit starken Strahlern wurde der See durch die Feuerwehr ausgeleuchtet. Drei Taucher suchten im Wasser, ein Hubschrauber und eine Drohne unterstützten aus der Luft. Die Helfer an Land erkundeten den Uferbereich, um zu sehen, ob eine Person selbständig zurück ans Ufer geschwommen ist.um zu sehen, ob eine Person selbständig zurück ans Ufer geschwommen ist.

Nach 40 Minuten wurde der Einsatz ergebnislos beendet. Trotzdem möchten wir den jungen Frauen für Ihren Einsatz und Mut danken, den Notruf zu wählen.

Jahresrückblick 2020

Dieses Jahr blicken wir auf eine besonders herausfordernde Saison zurück. Durch die Corona-Pandemie stand die Wasserwacht vor der Hürde, die Sicherheit der ehrenamtlichen Helfer zu gewährleisten und dabei aber trotzdem den Wachdienst an den Seen, dem Freibad Unterhaching und der Isar voll zu besetzten. 

Deswegen wurde bis zum Beginn der Wachsaison ein strenges Hygienekonzept erstellt. Infektionsschutzkleidung, kontaktlose Fieberthermometer und zusätzliche Klingeln an jeder Wachstation wurden beschafft und ausgeliefert, bevor der Regelwachbetrieb beginnen konnte. Die Wachmannschaften wurden besonders geschult und auf die notwendige Anzahl reduziert und nur bei sehr hohem Badegastaufkommen entsprechend aufgestockt. 

An den Münchner Seen merkten die Wasserwachtler trotzdem wechselhaften Wetter einen stark erhöhten Besucherstrom. 25.286 Stunden ehrenamtlicher Dienst wurde zwischen Mai und September geleistet. 407 Erste-Hilfe-Leistungen, vom Bienenstich, über Schnitt-verletzungen bis hin zu Herz-Kreislauf-Problemen, wurden durch die ehrenamtlichen Helfer durchgeführt. 12 Mal wurden vermisste Personen gesucht und 16 Lebensrettungen wurden im digitalen Wachbuch dokumentiert. 

Von einer Lebensrettung werden die Helfer der Wasserwacht Lohhof wohl noch länger berichten: die Zivilcourage und Hilfsbereitschaft am Unterschleißheimer See rettete einer entkräfteten Schwimmerin das Leben. Stand-Up-Paddler wurden auf die Frau aufmerksam und halfen ihr sich an ihrem SUP festzuhalten. Währenddessen wurden die Hilferufe von Schwimmer zu Schwimmer quer über den ganzen See bis hin zur Wachstation weitergegeben. So konnten eine Bootsbesatzung schnell zur Patientin übersetzen, sie zur Wachstation bringen und dem angeforderten Rettungsdienst übergeben. 

Auch bei der Wasserwacht München-Mitte gab es dieses Jahr außergewöhnlich viele Einsätze. 32 Personen in der hochwasser-führenden Isar, davon 11 Personen in Lebensgefahr, die innerhalb eines Nachmittags gerettet werden mussten. Das bringt nicht nur die Patienten an ihre Grenzen. Die Rettungskräfte eilten von einem Einsatz zum nächsten, der Helikopter suchte mehrfach nach eventuell abgetriebenen Personen, dies alles endet erst weit nach dem regulären Wachdienstende. Das darauf durch die Stadt München verfügte Bootfahrverbot auf der Münchner Isar wurde trotz aller Bemühungen leider den Sommer über vielfach ignoriert. 

„Runter vom Steg!“ ist der Satz des Jahres bei der Wasserwacht München-Riem. Dieser Ausruf kommt nicht von ungefähr, denn die Wassertiefe unterhalb von Bootsstegen ist leider in der Regel zu niedrig zum Reinspringen. Ein junger Mann tauchte nach einem Sprung vom Steg nicht mehr auf, woraufhin seine Freunde die Wachmannschaft vor Ort alarmierten. Taucher der Wasserwacht fanden den Verunfallten schon Minuten nach der Alarmierung unter Wasser, brachten ihn an Land und die Reanimation wurde umgehend aufgenommen. Der Patient wurde mit dem Rettungsdienst und vorhandenem Spontankreislauf in einer Münchner Klinik weiter versorgt. Durch Einsätze wie diese, appellieren die Helfer der Wasserwacht Riem an die Badegäste, den Bootssteg nicht zu betreten und nicht von dort aus ins Wasser zu springen. 

Zu den oben aufgeführten Einsätzen, die bei allen der neun Ortsgruppen in dieser Art vorkommen, gibt es auch noch zwei Schnelleinsatzgruppen, die im Notfall 7 Tage die Woche, 24 Stunden lang per Piepser alarmiert werden können. Vermisstensuchen machen hierbei den Großteil der 33 Einsätze dieses Jahres aus. Vermisste Kinder, erschöpfte Schwimmer oder herrenlose Kleidung und Badesachen, weswegen ein besorgter Badegast den Notruf wählt. Diese Einsätze lösen eine großangelegte Rettungskette mit allen verfügbaren Einsatzkräften von Wasserwacht, Feuerwehr, DLRG, Polizei und Rettungsdienst aus, bei denen die Arbeit Hand in Hand läuft, egal zu welcher Organisation man gehört.  

Deswegen möchten wir uns über diesen Weg bei allen ehren- und hauptamtlichen Helfern bedanken, die zu jeder Tages- und Nachtzeit einem Patienten in Not zu Hilfe kommen.