Fünf weitere Taucher haben die Theroieprüfung erfolgreich bestanden
Wir gratulieren den fünf Mitgliedern der Kreiswasserwacht München, die am Samstag, den 11.01.2020, erfolgreich die Theorieprüfung absolviert haben. Hierbei wurde ihr Wissen aus Medizin, Tauchtechnik und den rechtlichen Grundlagen abgefragt.
Somit wurden im letzten Jahr mit diesem Kurs 18 neue Einsatztaucher in der Kreiswasserwacht München ausgebildet.
Erster
Lehrgang für Einsatztaucher Stufe 1 in der Kreiswasserwacht München
Einsatztaucher
– mit einer Grundausbildung Tauchen im Urlaub ist diese Ausbildung nicht
vergleichbar. Denn ein Einsatztaucher muss viel mehr lernen und üben als ein
normaler Hobbytaucher.
Als
Grundlage haben unsere Taucher Stufe 1 den Grundkurs CMAS* absolviert und
danach das gesamte Jahr über regelmäßig, kontrollierte Tauchgänge absolviert. Im
See, wie auch im Schwimmbad wurde mit den Praxisanleitern geprobt, wie sie mit
Gefahrensituationen unter Wasser umgehen, um z.B. ihre Vollgesichtsmaske zu
wechseln. Auch die Wechselatmung zweier Taucher mit einem Atemregler wird hier
für den Ernstfall geprobt. Leinenzieltauchen und die Arbeit als Signalmann am
anderen Ende der Leine ist ebenso ein wichtiger Bestandteil. Der Signalmann
kann dem Taucher mittels Kabel Sprachnachrichten geben und die Rückmeldungen
des Tauchers empfangen. Allerdings kann dieses System auch ausfallen, weswegen sich
Taucher und Signalmann auch mittels Leinenzugzeichen verständigen müssen.
Um die
Ausbildung abzurunden bekamen die Taucher eine umfangreiche theoretische Schulung.
Gerätekunde, Funktionscheck der Tauchgeräte, Zeichensprache, Wirkung des Drucks
und der Drucksteigerung wie auch des Druckabfalls sind nur ein kleiner Auszug
aus den Theorieunterlagen.
Um diese
Ausbildung abzuschließen fand dieses Wochenende die Prüfung zum Einsatztaucher
Stufe 1 statt. Hierbei wurden nach einem schriftlichen Test mehrere
Einsatzszenarien absolviert. Das Auffinden eines Gegenstandes in 30m
Entfernung, Gefahrensituationen abarbeiten, Zieltauchen und das Verbinden
unterschiedlicher Leinen unter Wasser.
14 neue Einsatztaucher
14 der 19
Teilnehmer bestanden die Theorie- und Praxisteile der Prüfung und können ab
sofort als Einsatztaucher der Kreiswasserwacht München und der Wasserwacht
Ingolstadt eingesetzt werden.
Dieses Tauchkursmodell
wurde zum ersten Mal in der Kreiswasserwacht München durchgeführt. Nur durch
die Ausbildung der 10 neuen Praxisanleiter im Frühjahr war diese groß angelegte
Ausbildung innerhalb eines knappen Jahres möglich. Früher mussten angehende
Einsatztaucher circa zwei Jahre einplanen, um alle Ausbildungseinheiten zu
absolvieren und sich viele Wochenenden Zeit nehmen, um diese Ausbildung zu
schaffen. Für die ehrenamtlichen Helfer eine kaum zu meisternder Zeitaufwand.
Wir danken
allen Helfern, Ausbildern, Praxisanleitern für Ihren Einsatz und die gute
Organisation dieses Kurses.
Turbulent startete die Wachsaison im Mai mit einer
Hochwasser führenden Isar. Allen Warnungen zum Trotz kam es Ende Mai zu mehreren
Großeinsätzen am Fluss.
Einer davon war ein vermisstes Mädchen an der Münchner Isar.
Ein Vater alarmierte die Wachcrew vor Ort, er findet seine Tochter nicht mehr. Sofort
wurde eine großangelegte Suchaktion zusammen mit Polizei, Rettungsdienst und
der Feuerwehr gestartet. Glücklicherweise konnte das Mädchen durch die
Besatzung der Wasserwacht auf Höhe der Großhesseloher Brücke gefunden und dem
erleichterten Vater übergeben werden.
Dies ist ein Einsatz, von 19 Vermisstensuchen, die
durch die Wasserwacht München diesen Sommer durchgeführt wurden. Vermisste
Kinder werden von Eltern gemeldet oder Freunde kommen an die Station am See,
denn einer aus der Gruppe ist schon zu lange schwimmen.
Zu Vermisstensuchen am Wasser werden die Schnelleinsatzgruppen
(SEG’n) der Wasserwacht München mit alarmiert. Egal ob Tag oder Nacht, eine vermisste
Person löst immer einen Großeinsatz aus. Die ehrenamtlichen Helfer lassen alles
stehen und liegen und eilen zur Station, um den Einsatz zu unterstützen.
Gemeinsam mit den Feuerwehren, der DLRG und dem Rettungsdienst wird die Suche
mit Schnorchlern, Tauchern und Rettungskräften gestartet, immer in der Hoffnung,
die Person schnellstmöglich zu finden.
21 mal schrillte in den letzten fünf Monaten der
Piepser für die Helfer der Schnelleinsatzgruppen.
An einem anderen sonnigen Tag, am Langwieder See kam es zu einer weiteren dramatischen Szene. Ein Taucher kam mit einem Notaufstieg in eine lebensgefährliche Situation. Zwar schaffte er es noch selbständig an Land zu kommen, doch kurz darauf setzte die Atmung aus. Die alarmierte Schnell-einsatzgruppe begann augenblicklich mit der Reanimation, die bis zum Eintreffen der Rettungskräfte fortgesetzt wurde. Leider verstarb der Patient später im Krankenhaus.
Insgesamt konnte die Wasserwacht München in dieser Saison 10 Menschenleben retten, durch Einsätze während dem Wachdienst, wie auch der Alarmierung der zwei Schnelleinsatzgruppen.
Wachdienst und die Alarmierung der SEG, man könnte meinen
das ist genügend Action für die Wasserwachtler. Aber es gibt noch viel mehr,
was die Helfer ehrenamtlich leisten. Verschiedene Absicherungen und
Sanitätsdienste werden nebenher besetzt. Das Münchner Blaulichtfestival, der Muddy
Angel Run, das Unterföhringer Bürgerfest, oder auch das Langstreckenschwimmen an
der Regattastrecke sind nur vier der vielen unterschiedlichen Dienste, die die
Helfer neben den Wachdiensten besetzen.
Über 42.000 Stunden waren die Helfer für die Münchner Bevölkerung im Einsatz. Ehrenamtlich, unentgeltlich und in unserer Freizeit sind wir an den Badeseen rund um München, an der Isar und dem Unterhachinger Freibad im Notfall zur Stelle.
Großeinsatz der Wasserwacht am Lerchenauer See. Die
Wasserwacht Station meldete um 14:24 Uhr einen vermissten Badegast und löste
damit einen SEG-Einsatz aus.
Die zwei Schnelleinsatzgruppen der Wasserwacht waren
innerhalb kürzester Zeit vor Ort. Taucher, Wasserretter und Boote wurden ins
Wasser geschickt und der angegebene Bereich abgesucht.
Schon nach ca. 5 Min. fanden die Taucher der Wasserwacht den
Badegast in 4,5m Tiefe und brachten ihn an Land. Leider verstarb der Mann (47
Jahre) vor Ort.
Wir sind in Gedanken bei den Angehörigen und bedanken uns
bei den beteiligten Einheiten der Feuerwehr, DLRG, Rettungsdienst und Polizei.
Beispielbild aus einer Übung der Schnelleinsatzgruppe West
„Da hinten ist jemand ertrunken!“
So ähnlich war wahrscheinlich die Einsatzmeldung heute Mittag gegen 12:30 Uhr am Fasaneriesee. Ein Badegast sah bei einer Boje vermeintlich eine Hand aus dem Wasser ragen und alarmierte sofort die DLRG vor Ort. Die Rettungsschwimmer der DLRG zögerten nicht und gaben einen Großalarm. Über die Leitstelle wurden sämtliche Hilfsorganisationen angefordert. Die Wasserwacht Schnelleinsatzgruppen West und Ost, die Feuerwehr, der Rettungsdienst und Polizei, inkl. Polizeihelikopter mit aufgenommenen Tauchern.
Rund eine Stunde wurde der Fasaneriesee abgesucht, Taucher und Schnorchler waren schon kurz nach der Alarmierung im Wasser. Ausgehend von der Boje wurde der Suchradius Stück für Stück erweitert, bis sich die Helfer sicher waren, dass sie keinen verunfallten Badegast mehr finden.
Einsatzende – keine Person unter Wasser gefunden
Um 13:36 Uhr wurde der Einsatz als beendet erklärt, da auch auf einem Liegeplatz mit leeren Handtüchern die Besitzer dieser aufgetaucht sind. Vermutlich war eine Fehleinschätzung der Auslöser für die Alarmierung, aber lieber kommen wir einmal zu viel als einmal zu wenig.
Vielen Dank an alle Helfer, die unverzüglich zur Stelle sind.Haupt- und Ehrenamtliche Helfer arbeiten regelmäßig Hand in Hand um im Notfall schnellstmöglich Hilfe zu leisten.
Mit Unterstützung des Bezirksausschusses Aubing-Langwied-Lochhausen konnte die Wasserwacht am Langwieder See zwei neue Lardis-Navigationsgeräte kaufen. Mit diesen Geräten können Einsatzdaten direkt von der Leitstelle der Berufsfeuerwehr München empfangen werden. Ein umständliches Eingeben der Einsatzadresse entfällt. Außerdem kann über das Touchscreen des Gerätes auch das Digitalfunkgerät bedient werden.
Drohnenprojekt in der Kreiswasserwacht München Drohnen finden immer häufiger Verwendung bei Einsätzen von Hilfsorganisationen und Einheiten des Katastrophenschutzes: Deswegen hat sich die Kreiswasserwacht München dazu entschlossen, hierzu eine Projektgruppe zu gründen und verschiedene Drohnen mit unterschiedlichen Eigenschaften zu testen.
Sie bieten in den unterschiedlichsten Einsatzlagen die Vorteile der schnellen Lageerkundung aus der Luft, wie auch eine mobile Lagekarte in Echtzeit. Personensuchen können mit Wärmebildkameras unterstützt werden und die Drohne kann noch vor den Tauchern im und am Wasser die Suche beginnen. Hierbei liegt das Augenmerk vor allem auf vermissten Kindern an den Badeseen. Eine standardmäßige Überwachung durch Drohnen ist aber grundsätzlich nicht angedacht. Ein weiterer Vorteil ist die sichere Erkundung von Gefahrenbereichen, z. Bsp. von Dämmen, ohne hier Einsatzkräfte direkt zu gefährden.Folgende Fluggeräte werden von uns verwendet:Yuneec Typoon H520 mit Wärmebildkamera Standort Langwieder See Yuneec Typoon H Pro Standort FeringaseeYuneec Typoon H als Trainingsdrohne
Um dieses Projekt zu realisieren unterstützt uns die Stiftung der Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg mit einer Spende über 6000,00 € wofür wir uns herzlichst bedanken.
Heute Abend,
gegen 18:40 Uhr wurden die Schnelleinsatzgruppen der Wasserwacht auf eine
Person in Wassernot alarmiert. Ein Junge hat seine Schwester als vermisst gemeldet.
16 Jahre alt und zuletzt in der Isar auf Höhe des Englischen Gartens gesichtet.
Hierfür
wurde ein Großaufgebot der Helfer alarmiert, da es unklar war, ob das Mädchen
in der Isar oder im Isarkanal abgetrieben ist. Die beiden Einsatzgruppen der
Wasserwacht, wie auch der Einsatzleitwagen der Wasserwacht waren gemeinsam mit
den Kollegen der Feuerwehr, Polizei, DLRG und Rettungsdienst auf der Suche nach
der jungen Frau.
Zwei Helikopter
suchten flussabwärts an Kanal und Isar für die nächsten Kilometer ab. Die
Schnelleinsatzgruppen sicherten die nächsten Brücken und diverse Taucher waren
einsatzbereit am Wasser.
Glücklicherweise konnte das Mädchen von der Polizei wohlbehalten an Land aufgefunden werden und der Einsatz wurde nach ca. 45 Minuten beendet.
Wir danken
allen ehrenamtlichen und hauptamtlichen Helfern, die im Notfall sofort zur
Stelle sind, ihre Arbeit liegen lassen und alles daran setzten einen Menschen
in Not zu retten.
Kurz vor 18
Uhr schrillte am Lusßsee der Alarm. Eine Notrufsäule wurde bedient. Die
Meldung: Ein Mann Mitte 30 ist im Wasser vermisst.
Sofort
rückte die Wasserwacht mit einem Boot, 3 Tauchern und mehreren Fahrzeugen zum
Seeufer aus. Gleichzeitig wurde die Feuerwehr, der Rettungsdienst und auch ein
Hubschrauber zur Unterstützung angefordert.
Der verunglückte
Mann befand sich beim Eintreffen der Helfer unter Wasser, doch die Schnorchler
der Wasserwacht entdeckten ihn innerhalb weniger Minuten. Da keine Atmung
feststellbar war, reanimierten die gut Ausgebildeten Helfer sofort bis zum Eintreffen
der Rettungskräfte und des Notarztes der Feuerwehr. Die schnelle Hilfe und die
Wiederbelebungsmaßnahmen führten dazu, dass beim Patienten glücklicherweise, zum
Zeitpunkt des Abtransportes durch den Helikopter, selbständiger Puls und Atmung
feststellbar waren.
Die Mutter
des Mannes, wie auch seine sechsjährige Tochter wurden während der gesamten
Rettungsmaßnahmen Psychosozial durch eine entsprechend ausgebildete
Wasserwachtlerin betreut und versorgt.
Die
hinzugerufene Polizei musste allerdings auch gegen einige Gaffer vorgehen. Der
Vorfall wurde von mehreren Personen mit dem Handy gefilmt und fotografiert. Ein
besonders dreister Badegast filmte sogar vom Wasser aus die
Wiederbelebungsmaßnahmen des Opfers. Die Polizei wird bei einigen dieser
Schaulustigen entsprechend handeln und sie zur Rechenschaft ziehen. Laut dem aktuellen
Bußgeldkatalog kann Gaffen mit Strafen zwischen 20 Euro und 1000 Euro belegt
werden. Das Fotografieren und Filmen einer hilflosen Person kann sogar eine
Freiheitsstrafe nach sich ziehen.